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Internationalität als Innovationsmotor

Ob aus England, Schweden oder der Türkei – in der globalen Entwicklung der Business Unit Bus and Coach arbeiten rund 50 Kollegen mit zehn unter­schied­lichen Nationalitäten. Wie beeinflusst die inter­nationale Zusammen­setzung neben den innovativen Methoden den Zusammenhalt und die Ergebnisse?

3. Februar 2025 – „Wir profitieren von den viel­fältigen Hinter­gründen der Team­mitglieder – es ist ein enormer Wissens- und Erfahrungs­schatz und idealer Nährboden für neue Ideen“, unter­streicht Entwicklungs­leiter Kuno Zeller. Zusätzlich helfen die Markt­kenntnisse aus den verschiedensten Regionen der Welt in der Entwicklung von Thermo­management-Lösungen für Stadt- und Reisebusse. 

„Das Bus­geschäft unterscheidet sich vom Auto­mobil­geschäft und Kunden­bedürfnisse variieren deutlich“, betont David Rolls, Produkt­manager und Projekt­leiter. „Es gibt nicht dieses eine Produkt, das für jeden Bus passt.“ Die Hersteller bieten den Bus­betreibern sehr individuelle Lösungen an und stellen daher auch an Eberspächer unterschiedliche An­forderungen. Die Klima­zone und Außen­temperatur haben einen stärkeren Einfluss, da der zu klimatisierende Innenraum bis zu 20-mal größer als beim Pkw ist. Deshalb sind maß­geschneiderte Lösungen für den lokalen Markt gefragt. Global sind die Produkt­familien am erfolgreichsten, die sich an alle Anforderungen anpassen lassen. „Ich kann aus 27 Jahren Erfahrung sprechen: Um diesen Markt zu bedienen, sind wir bei Bus and Coach schon immer ein Unternehmen mit internationalen und technisch hoch­kompetenten Mitarbeitenden.“

DIE PERFEKTE KOMBINATION

Das globale Entwicklungs­team der Business Unit verteilt sich haupt­sächlich auf zwei Standorte – Renningen und Bangalore. Diese arbeiten eng zusammen. Jedes Quartal verbringen zwei Mit­arbeitende aus Indien zwei bis vier Wochen in Deutsch­land, vor allem beim Bau von Prototypen. „Es ist inzwischen wie ein zweites Zuhause für uns geworden,“ verdeutlicht Guruprasad Purohit, Team­leiter Mechatronics Global. 

Die gründliche Vorgehens­weise des deutschen Ingenieur­wesens und der schnellere, praxis­orientierte Ansatz der indischen Kollegen ergänzen sich perfekt. „Nach neun Jahren bin ich inzwischen halb deutsch geworden“, lacht er. „Es ist immer ein Kompromiss: Wir befolgen natürlich die Prozesse, aber der Prozess ist nicht unser end­gültiges Ziel, sondern das Produkt.“ Gemeinsam kombinieren sie die Vorteile der verschiedenen Arbeits­methoden und entwickeln ein ver­lässliches Produkt in der passenden Zeit. 

DAS TEAM IM FOKUS

In zwei Projekt­teams arbeiten die Experten an den neuen Produkt­familien: der AC135 gesteuert aus Bangalore und der AC138 EVO aus Renningen. Beide Arbeits­gruppen setzen auf die Scrum-Methode, die insbesondere aus der Soft­ware­entwicklung bekannt ist. „Wir wenden den agilen Ansatz erst­malig bei reinen Hardware­projekten an“, betont Kuno Zeller. Die Vorteile sind kurze Iterationen und dadurch zeitnahe Ergebnisse und Feedback. Dies fördert den zügigen Projekt­fort­schritt, die Einhaltung von Zeit- und Budget­vorgaben sowie Verbind­lich­keit und Spaß im Mit­einander. 

Darüber hinaus zeichnet sich Zusammen­arbeit durch eine offene Fehler­kultur und Vertrauen aus. Es gibt keine schlechten Nachrichten im klassischen Sinne.

„Wenn etwas nicht funktioniert, kommt das sofort auf den Tisch. Hindernisse sind für uns Möglichkeiten, besser zu werden und etwas Neues zu lernen.“, sagt Kuno Zeller.

MEILENSTEINE AUS DEM VERGANGENEN JAHR

Der Erfolg zeigt sich: Bereits im Mai 2024 lieferte die Business Unit die ersten Serien­produkte der zweiten AC135-Generation an einen Hersteller in Tschechien aus. Kurz darauf folgen weitere Anläufe für Kunden in Portugal und Indien. So ersetzt die kosten­effektive AC135 eine Reihe an Vorgänger­produkten – nicht nur in Indien, sondern ebenso in Europa. Zudem stellten die Entwickler zwei weitere Varianten der Öffentlich­keit vor – die AC135 High Performance für Gebiete mit besonders hohen Umgebungs­temperaturen und die AC135 Heat Pump mit Wärme­pumpe für Regionen mit hohen Sommer- und milden Winter­temperaturen. 

Parallel verzeichnet die AC138 EVO ebenfalls große Fort­schritte. Es sind bereits acht Anlagen für Erprobungs­fahrten auf Bussen des Kunden installiert. Das Produkt befindet sich kurz vor der ersten Muster-Produktion vor Ort im neuen Werk in Przylesie, Polen. Der Innovations­motor läuft also auf Hochtouren – angetrieben von Vertrauen, Zusammenhalt, innovativen Ansätzen und der Vielfalt im Team. 


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