Zukunft treibt uns an
160 Jahre Eberspächer Gruppe – ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte und damit ein guter Anlass, zurückzublicken. Der Geschäftsführende Gesellschafter Martin Peters und CEO Jörg Steins über das Erreichte der Vergangenheit und die Entwicklungen in der Zukunft.

Eberspächer wird am 9. Juli 160 Jahre alt und Sie, Martin Peters, sind seit 25 Jahren in der Verantwortung. Welches Gefühl löst das bei Ihnen aus?
11. April 2025 – Martin Peters: Es erfüllt mich natürlich mit Stolz, dass wir als Familienunternehmen auf eine solch lange Tradition zurückblicken können. Und ich bin dankbar, dass ich in fünfter Generation der Familie bereits ein Vierteljahrhundert diese Geschichte mitgestalten darf. Zugleich trage ich eine große Verantwortung für die vielen Mitarbeitenden weltweit. Diese nehme ich, auch in den aktuell herausfordernden Zeiten, gerne und täglich an. Denn meine Aufgabe ist es, das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen.
Ihr Blick geht trotz des Jubiläums bewusst nach vorne?
Martin Peters: Ja, wenngleich die Unternehmensgeschichte bedeutend und Basis unseres heutigen Erfolgs ist. Da gibt es so viele Details, wie Eberspächer sich immer wieder selbst neu erfunden hat: Von der Dachrinne zum Sheddach, vom einfachen Schalldämpfer zum Fractal Heater, vom Schwingfeuer bis zur Standheizung, die ich per Sprachbefehl starte. Unser Gründer würde sicherlich staunen, wenn er etwa ein Batteriemanagement-System oder Wasserstoff-Komponenten mit seinem Familiennamen sehen würde. Wir sind ein Paradebeispiel für Innovation und Transformation.

Wir sind ein Paradebeispiel für Innovation und Transformation.
Martin Peters, Geschäftsführender Gesellschafter
Jörg Steins, als neuer CEO der Gruppe ein Blick in die Zukunft – welche sind die wichtigsten Meilensteine, die Sie erreichen möchten?
Jörg Steins: Mein Ziel ist, ein schlankes und nachhaltig wettbewerbsfähiges Unternehmen aufzustellen. Ein wichtiger Meilenstein dafür ist Silodenken abzuschaffen und cross-divisional zu arbeiten. Zudem gilt es den asiatischen, insbesondere chinesischen Markt, noch viel stärker zu erschließen. Dabei legen wir bewusst Verantwortung in die einzelnen Regionen und fordern von allen verbindliches Handeln. Und wenn ich an Technologien denke, ist und bleibt Offenheit für unterschiedlichste Antriebsformen zentral. Wir müssen mit Produkten für die klassischen Antriebsarten Geld verdienen und bei den alternativen Technologien überzeugende Lösungen bieten. Die jüngst geschlossenen Partnerschaften sind sehr gute Beispiele dafür, wie wir unsere Produktprogramme schnell breiter aufstellen können. Darüber hinaus werden sich noch weitere Gelegenheiten bieten, die Eberspächer erfolgreich in die Zukunft führen.
Tradition ist das eine – Zukunft das andere – was bringt diese für Eberspächer?
Jörg Steins: Zukunft bringt Veränderung und wir müssen dafür bereit sein. Das heißt wir müssen uns an den Markt anpassen, nicht der Markt an uns. Dass uns dies gelingt, davon bin ich überzeugt, denn wir haben die wesentlichen Voraussetzungen an Bord: Wir haben einen globalen Footprint, die Produkte für alle Technologien und hervorragende, gut ausgebildete Mitarbeitende, mit denen wir punkten können. Mit der Zukunft und der Veränderung entstehen ebenso Chancen, hier verweise ich gerne auf das Projekt Topsoe. Auf Topsoe folgte AMBARtec. Offenheit, Neugier und Mut aller Mitarbeitenden sind notwendig, um solche Chancen wahrzunehmen.
Was wünschen Sie sich für die Unternehmensgruppe?
Martin Peters: Wenn ich es in drei Worten zusammenfassen darf: Zusammenhalt, Ausdauer, Zuversicht. Die aktuelle Zeit ist herausfordernd und mit dieser Haltung werden wir selbstbewusst gemeinsam erfolgreich die nächsten Kapitel unserer Unternehmensgeschichte schreiben. Ich freue mich darauf!


