Wasserstoff bewegt: Innovation auf der Straße
Die Zukunft des Schwerlastverkehrs entsteht dort, wo Wissenschaft und Industrie ihre Stärken bündeln. Für ein gemeinsames Ziel arbeiteten Purem by Eberspächer und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen Hand in Hand: emissionsfreie Mobilität für schwere Nutzfahrzeuge. Um eine der wesentlichen Herausforderungen in der Realanwendung zu lösen, entwickelte der Abgas- und Akustikspezialist den De‑Hydrator.

11. Mai 2026 – Die Branche steht vor einem Wandel. Brennstoffzellen und elektrische Antriebe versprechen nachhaltige Alternativen für den Fern- und Verteilerverkehr. Doch der Weg zur Alltagstauglichkeit ist komplex – und erfordert Teamarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg.
ENTWICKLUNG FÜR DEN PRAXISEINSATZ
Im Zentrum der Kooperation stand die Entwicklung eines modularen Antriebsstrangs für schwere Lkw. Als bei Testfahrten des Demotrucks ein erhöhter Wasserdampfausstoß festgestellt wurde, kam die Expertise von Purem by Eberspächer ins Spiel. Auf Basis der Anforderungen entwickelte der Abgas- und Akustikspezialist den De-Hydrator, eine Komponente, welche die Abluft der Brennstoffzelle über einen Wärmetauscher kühlt. So wird der in der Abluft enthaltene Wasserdampf kondensiert und als flüssiges Wasser gezielt abgeführt. Das Ergebnis: Sichtbehinderungen im Straßenverkehr werden vermieden, die Alltagstauglichkeit von Brennstoffzellen-Lkw steigt. Zwei Prototypen sind bereits im Einsatz – einer im Demotruck des Forschungsprojekts der RWTH, ein weiterer bei einem namhaften Nutzfahrzeughersteller.

© PEM RWTH Aachen | Clemens Niederée
Die Zusammenarbeit verlief von Beginn an lösungsorientiert und mit dem gemeinsamen Ziel, eine marktfähige Innovation zu schaffen. „Die enge Abstimmung mit der RWTH Aachen ermöglichte es, technische Herausforderungen schnell zu identifizieren und gemeinsam zu lösen“, betont Patrick Schaller, der im Produktmanagement die Wasserstofflösungen vorantreibt. „Solche Kooperationen sind der Schlüssel für nachhaltige Mobilität.“
MEILENSTEIN: TESTFAHRT AM STANDORT ESSLINGEN
Der Stop des Fahrzeugs am Standort Esslingen war ein wichtiger Meilenstein: Die Testfahrt bestätigte die positiven Simulationen und Prüfstandmessungen. Der Demotruck ist bereit für den Straßeneinsatz – ein sichtbares Zeichen für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit dem De-Hydrator erweitert Purem by Eberspächer sein Portfolio an Smart Solutions für den Wasserstoffsektor und unterstreicht die strategische Ausrichtung auf emissionsfreie Antriebslösungen. Die Kooperation mit der RWTH Aachen steht exemplarisch für den Brückenschlag zwischen Forschung und industrieller Anwendung.

„Die enge Abstimmung mit der RWTH Aachen ermöglichte es, technische Herausforderungen schnell zu identifizieren und gemeinsam zu lösen. Solche Kooperationen sind der Schlüssel für nachhaltige Mobilität.“
Patrick Schaller, Product Director Hydrogen Applications & Components
BLICK IN DIE ZUKUNFT: GEMEINSAME WEITERENTWICKLUNG
Die Erfahrungen fließen direkt in die Weiterentwicklung der Technologie ein. Weitere Performance-Tests und die Optimierung der Komponenten sind geplant. Langfristig verfolgt Purem by Eberspächer das Ziel, emissionsfreie Nutzfahrzeuge auf die Straße zu bringen und die Mobilitäts- und Energietransformation aktiv mitzugestalten. Kooperationen mit Forschungsinstituten und Industriepartnern sind ein zentraler Baustein dieser Strategie. Gemeinsam arbeiten wir daran, innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.