Unter Hochdruck
Wenn sich heißer Wasserdampf in reinen Wasserstoff verwandelt, wird mehr als nur ein chemischer Prozess in Gang gesetzt – ein neuer Antrieb für die Energiewende entsteht. Und genau dort setzt Purem by Eberspächer an. In enger Partnerschaft mit dem dänischen Technologieunternehmen Topsoe schlägt der Abgasspezialist ein neues Kapitel auf: ein weiteres Geschäftsfeld zusätzlich zum klassischen Automobilumfeld.

20. August 2025 – Auf der Basis bestehender Kernkompetenzen erschließt Purem by Eberspächer neue Geschäftsfelder. Mit der Entwicklung und Fertigung von Druckbehältern für das Prinzip der Hochtemperatur-Elektrolyse betritt das Esslinger Unternehmen Neuland – und leistet gleichzeitig einen echten Beitrag zur Wasserstoffzukunft. Denn die grundlegende Herausforderung der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft ist dessen ausreichende Verfügbarkeit.
PIONIERGEIST UNTER HOCHDRUCK
Zu Beginn war ein Design – ambitioniert, aber noch weit entfernt von industrieller Realität. Im Juni konnten die ersten beiden Druckbehälter aus dem Werk Neunkirchen an den Kunden übergeben werden. Was dazwischen liegt? Ein Hürdenlauf aus Ideen, Entwicklungsschleifen, Herausforderungen – und vor allem Zusammenarbeit. Über 15 Köpfe im Kernteam und viele weitere Kolleginnen und Kollegen im interdisziplinären Austausch in Esslingen und Neunkirchen haben gemeinsam geschweißt, geprüft und geschult. Denn wer Neuland betritt, kann sich nicht auf alte Muster verlassen. Sondern braucht Mut, Ausdauer und einen langen Atem, um über sich hinaus zu wachsen.

TEAMWORK FÜR DIE TRANSFORMATION

Der Erfolg dieses Projekts ist keine Einzelleistung, sondern das Ergebnis abteilungsübergreifender Vernetzung. Entwicklung, Fertigung, Qualitätssicherung, Logistik, Einkauf – alle haben mit angepackt. In Neunkirchen kombinieren die Experten globale Strategie und lokales Know-how zu einer neuen Fertigungskompetenz. Die ersten beiden Druckbehälter wurden Anfang Juni feierlich vorgestellt – im Beisein von Topsoe-Management und dem saarländischen Wirtschaftsminister Jürgen Barke. Der erste Meilenstein in damit geschafft, weitere folgen: Die Industrialisierung der Druckbehälter ist für Ende 2025 geplant, der Serienstart für 2026.
IN DIE ZUKUNFT GERICHTET
„Wir stellen uns zukunftsfähig auf“, betont Benjamin Brenkel, Executive Vice President Business Unit Europe. Der Schritt in den Wasserstoffmarkt ist mehr als ein Geschäftsmodell. Er ist der Beweis für die Innovationskraft der Unternehmensgruppe und unterstreicht die Bereitschaft, gewohnte Wege zu verlassen, neue Kompetenzen zu entwickeln und als Team über sich hinauszuwachsen. So entsteht Zukunft – nicht auf dem Papier, sondern durch echte Arbeit.

