Grenzüberschreitend
Als global aufgestelltes Familienunternehmen profitiert Eberspächer von den unterschiedlichen Kulturen, Denkweisen und Perspektiven aller Mitarbeitenden. Ob in Europa, Amerika oder Asien: Mit Standorten in über 30 Ländern ist die Firmengruppe ein Global Player, ganz nah dran an den Kunden. Immer mit dabei: Der Mut zur Veränderung.

6. März 2025 – Die Anfänge liegen im beschaulichen Esslingen am Neckar – genau genommen in der Webergasse 5 . In einer kleinen Werkstatt im Keller des Hauses von Jakob Eberspächer entsteht eine Flaschnerei. Seinen Namen macht das Unternehmen sich bald durch die kittlose Verglasung. Die nachfolgenden Jahre sind geprägt durch kontinuierliches Wachstum – nicht zuletzt durch die mutigen Entscheidungen der Gründerfamilie.
Mit dem Jahr 1913 beginnt die Internationalisierung, als das Familienunternehmen die erste außerdeutsche Niederlassung in Wien gründete. Rund 100 Mitarbeitende arbeiteten zu diesem Zeitpunkt für das blech- und stahlverarbeitende Betrieb in Deutschland und Österreich. Bereits damals lag der Fokus auf den Bedürfnissen des Marktes: Um im Zuge der Inflation ab der 1920er Jahre die steigenden Transportkosten für globale Aufträge abzumildern, bauten die Söhne des Gründers nach und nach internationale Produktionsstandorte auf.

Ein Erfolgsrezept, das Eberspächer in seinen 160 Jahren Firmengeschichte konsequent weiterverfolgte. Die Nähe zum Kunden schafft Verbundenheit und ermöglicht eine schnelle Auslieferung und Verfügbarkeit. Heute nennt das Unternehmen dies den „Global Footprint“. Dieser entwickelte sich seit den 1950er und 1960er Jahren – der Zeit des Wirtschaftwunders – kontinuierlich weiter.
EIN HALBES JAHRHUNDERT ÜBERSEE

Bereits 1973 expandiert Eberspächer nach Amerika. Mit der Gründung der Espar Products Inc. in Mississauga, Kanada, entsteht die erste Tochtergesellschaft in Übersee für Heizgeräte. Schnell folgen weitere Standorte: 1977 mit einer Niederlassung in Großbritannien, in den 1980er und 1990er Jahren mit Produktionsstätten in Schweden, Frankreich, der Schweiz und Südafrika. Bereits zu diesem Zeitpunkt etablierte sich der Konzern in verschiedenen Produktfeldern: Neben Heizgeräten gehörten Katalysatoren sowie komplexe Komponenten von Abgasreinigungssystemen zum Portfolio.
SYNERGIEEFFEKTE NUTZEN
Um die Jahrtausendwende ist der Automobilzulieferer verstärkt im amerikanischen und asiatischen Raum präsent: Mit der Gründung einer Tochtergesellschaft für Abgastechnik in Detroit bauen die Experten ihre Präsenz in Nordamerika aus. Ein komplettes Forschungs- und Entwicklungszentrum für komplexe Abgassysteme entsteht. Die Erschließung Asiens geht Eberspächer im Rahmen von Joint Ventures an, um lokale Synergien für die Vermarktung von Abgasreinigungssystemen zu nutzen – unter anderem in Indien. Solche Partnerschaften sind es, die die Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahrzehnten strategisch begleiteten: Durch die Bündelung von Kompetenzen und Marktzugängen konnten Schritt für Schritt wichtige Wachstumsmärkte erschlossen werden – ob in Indien, China, Thailand oder Malaysia. Mit einem neuen Umfeld ist immer auch Unsicherheit verbunden. Doch nur wer sich aktiv mit Herausforderungen auseinandersetzt und Veränderungen als Chance begreift, kann wachsen. Diesen Mut stellt Eberspächer bereits seit dem Beginn der Firmengeschichte immer wieder unter Beweis.
INTERNATIONALITÄT ALS ERFOLGSREZEPT
Heute arbeiten rund 11.200 Mitarbeitende an 80 Standorten in über 30 Ländern für das Familienunternehmen. Als Teil eines großen globalen Teams bringt jeder von ihnen eine ganze eigene Perspektive und individuelle Kompetenzen ein: So entstehen Produkte und Technologien, die den Bedürfnissen des jeweiligen Marktes Rechnung tragen. „Global Footprint“ – ein Wettbewerbsfaktor, den Eberspächer früh erkannte und der sich in der Firmengeschichte auch künftig weiter entwickeln wird.