Die Kraft der Sonne
Solarenergie ist ein Schlüssel, um die weltweiten Emissionen zu senken. Eberspächer hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 CO2-neutral zu produzieren und bis 2040 ein CO2-neutrales Unternehmen zu sein. In Portugal geht jetzt eine weitere Photovoltaik-Anlage in Betrieb, andere Standorte folgen. So treibt Eberspächer seinen Klimaschutz konsequent voran.

11. Oktober 2024 – Wo sich Anfang des Jahres noch eine braun-grüne Wiese erstreckt, richten sich jetzt auf rund 7.000 Quadratmetern fast 2000 Solarpaneele zur Sonne. Ab sofort liefert die Photovoltaik-Anlage am Purem by Eberspächer Standort in Tondela, Portugal, knapp 1.200 MWh im Jahr für die Produktion von Abgasreinigungssystemen für Pkw. Der Vorteil: Die Stromerzeugung mit Photovoltaik erzeugt keine zusätzlichen Emissionen und die Sonne ist eine unerschöpfliche Ressource.
„Wir sparen nicht nur 650 Tonnen CO2 pro Jahr,“ erklärt Carlos Mugeiro, Werksleiter in Tondela, stolz. „Als erstes Unternehmen mit einem Solar-Park dieser Größe in der Region, nehmen wir eine Vorreiterrolle ein.“
Es ist bereits die zweite Anlage des Unternehmens. Die erste ging 2022 in Schanghai ans Netz. Im vergangenen Jahr lieferte sie eine Einspeisung von etwa 1.000 MWh und deckte damit rund 16 Prozent des Strombedarfes am Standort.
SOLARENERGIE IN DEUTSCHLAND
Nicht nur in China und Portugal, sondern auch in Deutschland setzt Eberspächer auf Solarstrom. „Insgesamt werden wir mit den vier neuen Photovoltaik-Anlagen, die sich gerade im Aufbau befinden, etwa 2.700 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen“, freut sich Jörg Schmitt, der das Thema global unterstützt. „Das ist ein großer Beitrag zur Erreichung unserer Ziele beim Klimaschutz.“ An den Purem by Eberspächer Standorten in Wilsdruff und Neunkirchen werden diese rund ein Fünftel des Strombedarfes decken. Auf dem Dach des Büro- und Produktionsgebäudes für Lkw-Abgassysteme in Wilsdruff entsteht bis Ende des Jahres auf einer Fläche von über 9.200 Quadratmetermit mehr als 4.600 Solarmodulen die bisher größte Anlage. In Herxheim fertigt Eberspächer Hochvoltheizer speziell für Elektro- und Hybridfahrzeuge – ab Ende 2024 ebenfalls mit der Kraft der Sonne. Etwa 17 Prozent des benötigten Stroms wird aus dem neuen Solar-System kommen. Die Fertigung von keramischen Elementen in Hermsdorf für diese elektrischen Heizlösungen bezieht gleichermaßen ab dem vierten Quartal 16 Prozent des Stroms aus über 2.700 Modulen.
KEIN RISIKO, GERINGE KOSTEN
Das Unternehmen setzt bei der Ausweitung von Photovoltaik auf sogenannte Onsite Power Purchase Agreements (PPA), um über eine bestimmte Laufzeit den Strom zu einem günstigen Festpreis zu beziehen. Eberspächer stellt die Fläche, sei es das Dach eines Gebäudes des Unternehmens oder eine Freifläche. Der Vertragspartner übernimmt die Kosten für Aufbau und Wartung der Anlage. „Onsite PPA ermöglichen es uns ohne Betreiberrisiko Solarstrom zu nutzen. Sie bieten uns Preisstabilität und Versorgungssicherheit für eine lange Zeit“, erklärt Jörg Schmitt. Die einzige Schwierigkeit sind derzeit die Lieferzeiten. „Photovoltaik ist hoch im Kurs. Von Schaltschränken bis Schutztechnik, viele Komponenten sind aktuell schwer verfügbar und Bestellungen sind mit langen Wartezeiten verbunden.“ Hinzu kommen die Verzögerungen seitens der Netzbetreiber bei der Inbetriebnahme.
DREI BAUSTEINE FÜR DEN CARBON FOOTPRINT
Um den CO2-Ausstoß kontinuierlich zu senken nutzt das Unternehmen, neben Solarenergie aus Eigenerzeugung, den Bezug von Grünstrom und arbeitet an Energieeffizienzmaßnahmen. „Die Umstellung auf erneuerbare Energien durch sogenannte Energy Attribute Certificates (EACs) bietet aktuell den größten Hebel zur Neutralisierung von CO2 in unserer Produktion“, erklärt Katerina Weidle, Sustainability Coordinator bei Purem by Eberspächer. „Jedes von uns bezogene EAC weist die Erzeugung und Einspeisung einer Megawattstunde erneuerbarer Energie nach.“ Sie stellen die elektronische Dokumentation und Nachverfolgung von Erzeugung, Handel und Verbrauch des Stroms sicher. Darüber hinaus leisten Energieeffizienzmaßnahmen in den Werken einen erheblichen Beitrag. Dazu zählen beispielsweise die Optimierung von energieintensiven Prozessen, wie die Drucklufterzeugung, Absauganlagen, oder effizientes Heizen in den Produktionshallen.
Vier weitere Photovoltaik-Anlagen in Rumänien, Tschechien, Frankreich und Südafrika sind bereits in Planung. Zusätzliche Projekte evaluiert das Unternehmen kontinuierlich. Bis 2026 möchte Eberspächer die Photovoltaik an seinen europäischen Standorten und bis 2030 weltweit ausgebaut haben. Damit kommt der Zulieferer seinen Zielen im Klimaschutz einen wichtigen Schritt näher.

