So funktioniert ein Diesel-Partikelfilter
Moderne Partikelfilter sind in der Lage, mehr als 90 % des Rußes auszufiltern und im Filter zu verbrennen darunter auch viele Feinstpartikel, über die derzeit viel zu lesen ist.
Tausende von Kanälen
Mit ihrer charakteristischen Wabenstruktur, die aus unzähligen parallel angeordneten Kanälen besteht, ähneln Partikelfilter auf den ersten Blick Keramikkatalysatoren. Allerdings sind die Kanäle beim Partikelfilter wechselseitig verschlossen. Von den keramischen Materialien leisten Siliziumkarbid (SiC) und Cordierit die besten Dienste.
Der Filtervorgang
Beim Filterprozess strömt das Abgas durch die porösen Keramikwände hindurch. Das Abgas gelangt mittels Diffusion durch Porenwände die Rußpartikel bleiben dort haften. Bei zunehmender Beladung des Filters mit Ruß bildet sich außerdem eine Rußschicht auf den Kanalwänden.
Die Regeneration des Filters
Eine der Hauptaufgaben der Partikelfilter-Technik ist es, für die effektive Verbrennung des angesammelten Rußes also eine wirksame Regeneration des Filters zu sorgen.
Da die Rußzündtemperatur über 550° C liegt und diese Temperatur meist nur bei sehr hoher Motorleistung und hohen Drehzahlen erreicht wird, sind zusätzliche Maßnahmen notwendig: Entweder wird die Abgastemperatur periodisch angehoben oder die Rußzündtemperatur wird gesenkt. Dies erreicht man durch Additive im Brennstoff oder, bei Filtern der neuen Generation, durch eine katalytisch aktive Platinschicht auf den porösen Wänden des Filtermaterials.